Bei Unfällen ist es keine Seltenheit, dass die Schuld zunächst ungeklärt ist. In den Momenten nach dem Unfall sind meist andere Fragen wichtiger. Darüber hinaus räumen die Beteiligten häufig nicht gern die eigene Schuld ein. Fester Bestandteil unserer Leistungen ist die Beweissicherung bei ungeklärter Schuldfrage. Ist die Schuld eines Unfalls nicht geklärt, besteht grundlegend die Möglichkeit, ein Gutachten anfertigen zu lassen.
Unsere Kfz-Gutachter fertigen auf Wunsch ein entsprechendes Gutachten an. Neben dem Unfallgutachten können Sie sich in unseren Leistungen für weitere Angebote entscheiden. Ein solches Gutachten dient in erster Linie der Sicherung der Beweise, durch die schließlich die Schuldfrage endgültig geklärt werden soll. In diese Bewertung fließen alle Beschädigungen ein, die an einem Fahrzeug entstanden sind. Sie sind entscheidend, um beispielsweise die Kosten abschätzen zu können, die durch einen solchen Schaden entstanden sind.
Der dadurch entstehende Kostenvoranschlag kann an die zuständige Versicherung übermittelt werden und stellt in der Regel auch eine wichtige Grundlage für die eigene Schadensregulierung dar.
Damit die Sicherung der Beweise möglich ist und die Frage der Schuld geklärt werden kann, ist es entscheidend, alle wichtigen Informationen zu sammeln. Diese fließen schließlich in das jeweilige Gutachten ein. Oberstes Ziel ist natürlich immer die Klärung der Schuld. Zugleich kann ein solches Kfz-Wertgutachten aber auch Klarheit über die Kosten bieten, die infolge des Unfalls auf die einzelnen Seiten zukommen. Neben der Sicherung der Beweise finden Sie in unseren Leistungen auch die Erstellung von kompletten Unfallrekonstruktionen. Für die Schadenabwicklung werden zahlreiche Informationen benötigt, die im Zuge der Beweissicherung gesammelt werden müssen.
Auch wenn nach einem Unfall meist ein Schockmoment herrscht, gilt es einen klaren Kopf zu bewahren oder zumindest die richtigen Experten zur Hand zu nehmen. Im Idealfall wird der Unfallort gemeinsam mit allen beteiligten Fahrzeugen fotografiert. Neben Übersichtsfotos sollten grundlegend auch Detailfotos angefertigt werden, die sich auf bestimmte Bereiche des Unfallhergangs, aber auch auf die Beschädigungen beziehen. Damit kann sich die Versicherung zu späterer Zeit einen besseren Überblick verschaffen.
Bei der Klärung der Schuld kann ebenso eine Unfallskizze helfen. Auch bei ihr handelt es sich um ein wichtiges Element. Aufschluss über etwaige Schäden können neben den offensichtlichen Beschädigungen zum Beispiel auch Bremsspuren und Flüssigkeitsaustritte geben. Grundlegend können die Beschädigungen, die infolge eines Unfalls an dem Fahrzeug entstanden sind, weit kostenintensiver sein als im ersten Moment angenommen wird. Daher ist es bei größeren Unfällen immer empfehlenswert, wenn die Polizei verständigt wird. Das sollte auch immer dann erfolgen, wenn Personen zu Schaden gekommen sind.
Im Vergleich zu klassischen Ausführungen handelt es sich bei den Kurzgutachten um eine praktische Alternative. Meist weigert sich die Versicherung bei einem solchen Schaden ein komplettes Gutachten zu finanzieren. In diesem Fall kann eine solche kurze Bewertung der richtige Ansatz sein. Es ist nicht so umfangreich wie ein normales Gutachten und reicht daher für eine solche Beschädigung in der Regel aus. Dabei arbeiten die Sachverständigen auch hier ausgesprochen genau und geben Aufschluss über die einzelnen Kostenpositionen.
Die Kosten, die dadurch entstehen, sind ausgesprochen gering. Aufgrund der niedrigen finanziellen Aufwendungen werden Gutachten dieser Art in der Regel eben auch durch die Versicherung übernommen. Ein solches kurzes Gutachten ist immer noch die beste Lösung, um bei einen Bagatellschaden Klarheit zu schaffen. Von einem Anruf beim Zentralanruf der Versicherer muss dagegen abgeraten werden. Diese Adresse kann den meisten Versicherten nicht helfen und schickt diese lediglich in bestimmte Werkstätten.
War der Unfall unverschuldet, können sich die Fahrzeugführer weitgehend problemlos an einen Rechtsanwalt wenden. Er wird in diesem Fall von der gegnerischen Versicherung getragen, sodass keine Kosten auf den Fahrzeughalter zukommen. Dass sich die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts lohnt, zeigen die aktuellen Zahlen. Demnach erhalten Geschädigte von der Versicherung im Schnitt nur 80 Prozent der eigentlichen Ansprüche, wenn sie auf einen Rechtswalt verzichten.
Die Schadensregulierung hängt aber bei weitem nicht nur von dem rechtlichen Beistand ab. Wichtig sind ebenso weitere Faktoren, wie zum Beispiel die Minuten, die nach dem Ereignis zu finden sind. Die Handlungen, die hier ausgeübt wurden, sind grundlegend ausschlaggebend für die Schadensregulierung. Sicherlich ist nicht jeder Schaden so groß, dass es nach Meinung der Beteiligten lohnt, die Polizei zu verständigen. Auf einige Besonderheiten sollte trotzdem eingegangen werden.
Sicherlich ist es immer der Idealfall, wenn der Unfallgegner die eigene Schuld auch ohne Einschränkungen zugibt. Doch dies sollte wenn möglich auch in dieser Form festgehalten werden. Ist dies nicht der Fall, kann es bei dem Unfallgegner zu einem plötzliches Sinneswandel kommen, der jegliche Schuld zurückweist.
Im besten Fall werden noch vor Ort Protokolle des Unfallhergangs angefertigt. Diese sollten von allen Beteiligten unterschrieben werden. In den Protokollen geht es ebenso darum, die persönlichen Daten und das Fahrzeugkennzeichen zu vermerken. Darüber hinaus sollte, im Idealfall, auch die Versicherungsnummer einen Platz finden.
Für eine konfliktfreie Schadensregulierung ist es grundlegend sinnvoll, Fotos von dem Unfallort zu machen. Nur durch diese einzelnen Besonderheiten ist es möglich zu verhindern, dass sich die Bagatelle letztlich zu einer Regulierungskatastrophe entwickelt, die Nerven kostet. Beugen Sie dieser vor und versuchen Sie nach einem solchen Ereignis stets mit Bedacht zu handeln.
Sie benötigen ein Kurzgutachten zu einem Bagatellschaden und wollen dabei auf Gutachter mit jahrelanger Erfahrung vertrauen? Dann sind Sie bei uns richtig. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir fertigen für Sie Bewertungen zu Bagatellschäden an und stehen Ihnen darüber hinaus mit allen wichtigen Informationen zur Seite. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung, die wir als Gutachter sammeln durften.
Wann ist eine Beweissicherung nach einem Unfall notwendig?
Eine Beweissicherung ist immer dann notwendig, wenn die Schuldfrage unklar ist oder von den Beteiligten unterschiedlich dargestellt wird. Auch wenn die Polizei nicht vor Ort war oder keine eindeutige Einschätzung abgegeben hat, sollten Sie den Schaden professionell dokumentieren lassen. Gleiches gilt, wenn die gegnerische Versicherung die Haftung ablehnt oder Zweifel an Ihrer Schilderung äußert. Ein unabhängiger Sachverständiger kann durch ein Gutachten den Schadenumfang, mögliche Kollisionswinkel, Höhenverläufe, Anstoßbereiche und Fahrzeugpositionen nachvollziehbar festhalten. Diese Informationen sind oft entscheidend, um in einem späteren Verfahren die eigene Darstellung zu untermauern.
Was genau wird bei einer technischen Beweissicherung durch den Gutachter dokumentiert?
Im Rahmen der Beweissicherung wird das beschädigte Fahrzeug detailliert untersucht und fotografisch dokumentiert. Der Gutachter erfasst den Schadenumfang, prüft die Schadenshöhe, analysiert Kontaktspuren, Verformungen und mögliche Rückschlüsse auf den Unfallhergang. Ergänzend werden Skizzen, technische Messungen und bei Bedarf auch Aussagen von Beteiligten oder Zeugen mit aufgenommen. Ziel ist eine neutrale und lückenlose Dokumentation des Zustands unmittelbar nach dem Unfall, um spätere Veränderungen, Reparaturen oder Manipulationen auszuschließen. Die Beweissicherung dient als Grundlage für gerichtliche oder außergerichtliche Auseinandersetzungen.
Wer beauftragt die Beweissicherung und wer trägt die Kosten?
Die Beweissicherung kann von Ihnen selbst beauftragt werden – etwa dann, wenn Sie unsicher sind, ob die Versicherung zahlt oder wenn Sie sich gegen unberechtigte Vorwürfe absichern wollen. In der Regel müssen Sie die Kosten zunächst selbst tragen. Sollten sich im Verlauf des Verfahrens Ansprüche gegen eine gegnerische Partei durchsetzen lassen, können die Kosten im Rahmen der Schadenersatzforderungen geltend gemacht werden. Bei rechtlichen Auseinandersetzungen übernimmt häufig auch eine bestehende Rechtsschutzversicherung die Kosten für das Gutachten, sofern es zur Anspruchsdurchsetzung oder -abwehr dient. In jedem Fall ist eine frühzeitige Beweissicherung oft kostengünstiger als eine spätere gerichtliche Auseinandersetzung ohne fundierte Nachweise.
Was bringt eine Beweissicherung, wenn ohnehin keine Zeugen vorhanden sind?
Gerade wenn keine Zeugen vorhanden sind, ist eine sachverständige Beweissicherung besonders wichtig. Während Aussagen von Beteiligten in Streitfällen häufig widersprüchlich sind, liefern technische Details objektive Anhaltspunkte zum Unfallhergang. Ein professionell erstelltes Gutachten kann anhand von Spurenverläufen, Anstoßwinkeln, Fahrzeughöhen oder Materialverformungen wichtige Rückschlüsse ermöglichen, die zur Klärung der Schuldfrage beitragen. Auch Gerichte stützen sich in solchen Fällen regelmäßig auf technische Gutachten, wenn keine direkten Beobachtungen vorliegen. Ohne Beweissicherung besteht das Risiko, dass berechtigte Ansprüche nicht durchsetzbar sind oder Sie für einen Schaden haften, den Sie nicht verursacht haben.